Archiv der Kategorie: Veranstaltungsberichte

Bericht: Inklusion aus einer doppelten Perspektive: Kindertageseinrichtungen 

Am 25.6.2015 fand ein weiterer Vortrag in der Vortragsreihe Inklusion der Universität Bamberg statt. Katherina Arca von FISCo e.V. Referierte zum Thema: „Inklusion aus einer doppelten Perspektive: Kindertageseinrichtungen“.

Es folgen wieder fragmentarisch einige aus meiner Sicht wichtige inhaltliche Aspekte des Vortrags. Die Reihenfolge entspricht nicht zwangsläufig der Reihenfolge im Vortrag.

Katherina Arca arbeitet bei dem Förderverin Integrative Schule Coburg FISCo e.V. (www.fisco-coburg.de). Der Verein führt u.a. Beratungen zu dem Thema Inklusion im Schulalter durch.

Katherina Arca nennt das Bayrische Kinder-Bildungs- und Erziehungsgesetz (BayKiBiG) als eine rechtliche Grundlage für Inklusion in Kindertageseinrichtungen. In dem Gesetz ist sowohl der Integrationsauftrag, als auch die Pflicht alle Kinder und Jugendlichen zu berücksichtigen, formuliert.

Eine weitere rechtliche Grundlage ist für Katherina Arca die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Diese kürzt sie mit UN-KRMB ab, im Gegensatz zu der gängigen Variante UN-BRK (UN-Behindertenrechtskonvention). Insbesondere verweist sie auf den Artikel 24 mit dem „Recht auf inklusive Bildung“.  Dort ist formuliert, dass die Aspekte Zugänglichkeit, Barrierefreiheit, Teilhabe und Selbstbestimmung gewährleistet sein müssen.

Einhergehend mit der UN-Konvention wird häufig von einem Paradigmenwechsel, von einem Blickwechsel gesprochen. Der Fokus verschiebt sich weg vom Kind als Problem hin zu dem Bildungssystem als Problem. 

Katherina Arca verweist darauf, dass die UNESCO viele Papiere zu dem Thema Inklusive Bildunb veröffentlicht hat. Die UNESCO hat dort auch den Unterschied zwischen Integration und Inklusion herausgearbeitet.

Was Inklusion genau für die Kindertageseinrichtungen bedeutet, wird in Anlehnung an den Index für Inklusion in „inklusive Kulturen“, „inklusive Strukturen“ und „inklusive Praxis“ unterteilt.

Zu den inklusiven Kulturen gehören z.B. gemeinsame Werte wie Menschen- und Weltbild, Ressourcenorientierunh, willkommen sein, Partizipation, Vorurteilsbewusstheit, berufliches Selbstverständnis, Chancengleichheit und Wertschätzung.

Die Ressourcenorientierung ist wichtig in den Bereichen Diagnostik, Diagnose und Förderung. Es geht darum, nicht immer mit dem defizitären Blick auf ein Kind zu gucken, sondern die Stärken des Kindes in den Vordergrund zu stellen. Das bedeutet allerdings nicht, dass an Problemem und Defiziten nicht gearbeitet wird. 

Die Räume spielen in Kindertageseinrichtungen eine entscheidene Rolle. Es müssen Funktionsräume sein, sie müssen barrierefrei (Vorhandensein von Hilfsmitteln, räumlich, sprachlich und materiell barrierefrei) sein und es muss eine vorbereitete Umgebung für die Kinder da sein (zum Lernen, zur Auseinandersetzung etc.)

Ebenso ist eine Tages- und Wochenstruktur wichtig. Es müssen also eine klare Struktur, ein klarer Rhythmus und Rituale vorhanden sein.

Zu einer inklusiven Struktur gehören eine systemorientierte Finanzierung, ein die Vielfalt der Kinder berücksichtigender Anstellungsschlüssel, multiprofessionelle „Bildungs-Teams“, partizipativ-demokratische Entscheidungsstrukturen, Vernetzung und Kooperation mit externen Experten, Unterstützerkreise (Ehrenamtliche, Verein etc.).

Für die inklusve Praxis sind gesteuerte,  geplante und evaluierte Integrationsprozesse wichtig. Des Weiteren müssen Unterschiede benannt werden, aber zugleich auch auf Gemeinsamkeiten aufmerksam gemacht werden. Das „anders sein“ und daraus entstehende Fragen können und sollen als Lernanlass für die Kinder genommen werden. Es ist wichtig eigene Vorurteile zu reflektieren und sich dieser bewusst zu sein. Katherina Arca weist darauf hin, dass Integrationsprozesse nicht als Projekte anzulegen sind, somderm als langfristitige Prozesse. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Lernen am gemeinsamen Gegenstand. Dazu gehört auch, dass die Lernpersönlichkeiten der Kinder und ihre Zugänge im Mittelpunkt stehen und das es eine Vielfalt an Methoden für das Lernen gibt. Ansätze inklusiver Pädagogik finden sich bei Fröbel, Montessori, in der Reggio-Pädagogik, im Situationsansatz und in der Diversity Education nach John Dewey.

Katherina Arca versteht Inklusion als Vielfalts-Management.

Es wurden zwei Internettipps gegeben:

www.inklusion-online.net

www.bidok.uibk.ac.at

Fazit

Ich fand den Vortrag sehr spannend uns anregend. Er hat viele Impulse für die inklusive Arbeit in Kindertageseinrichtungen gegeben. Einzelne theoretische Aspekte wurden praktisch mit einer Geschichte aus der Praxis unterlegt. Viele der genannten Punkte sind auch auf andere Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe transferierbar.

Tagung: BILDUNG MACHT SCHULE: OFFEN, INKLUSIV, GERECHT!

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Am Freitag, den 19.06.2015 veranstaltete die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin eine Tagung mit dem Titel “BILDUNG MACHT SCHULE: OFFEN, INKLUSIV, GERECHT. Die Tagung fand in der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule statt. Die auch als “Leuchtturm”-Schule in Bezug auf Bildungsgerechtigkeit und Inklusion gilt.

Im Folgenden nenne ich einige Aspekte der Tagung, die mir wichtig sind. Die Angaben beanspruchen wieder keine Vollständigkeit.

Gestartet wurde mit einer Begrüßung durch Annedore Dierker (Schulleiterin der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule) und Dr. Anton Hofreiter (Mitglied des Bundestages, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen). Annedore Dierker berichtete über ihre Schule – sie hat ca. 1000 Schüler_innen, unterrichtet werden die Klassen 1-13, es gibt 120 Kolleg_innen, die Schule wird zukünftig Schwerpunktschule “geistige Entwicklung”, in einigen Fächern bieten sie individualisiertes Lernen an und die Schule ist auf dem Weg zur Schule für alle. Dr. Anton Hofreiter berichtete, dass die Schere zwischen arm und reich in Deutschland immer größer wird, dass noch immer die (soziale) Herkunft über die Bildungschancen entscheidet und er forderte daraufhin, dass es eine Chancengerechtigkeit unabhängig von sozialer Herkunft geben muss, dass bestehend Maßnahmen in Bezug auf Inklusion  hin überprüft werden sollen und geguckt werden muss, was zielgerichtete Maßnahmen sind und was Maßnahmen sind, die helfen. Des Weiteren sagte Dr. Anton Hofreiter “eine freie Gesellschaft muss ein bisschen Ungleichheit aushalten”. Es geht nicht darum, dass alle Menschen gleich gemacht werden und das gleiche wollen müssen.

Nach der Begrüßung gab es einen kurzen Comedy-Beitrag von Idil Baydar, die als Jilet Ayse auftrat. Danach gab es eine Disskussionsrunde mit der Fragestellung “Wie viel Bildungsgerechtigkeit will unsere Gesellschaft überhaupt? Die Teilnehmer_innen dieser Diskussionsrunde waren Sylvia Löhrmann – Ministerin für Schule und Weiterbildung in NRW, Marco Maurer – Journalist und Autor, Prof. Dr. Marianne Hirschberg – Hochschule Bremen und Idil Baydar – Comedian.

Idil Baydar stellte fest, dass es einen starken defizitären Blick auf Schüler_innen mit Migrationshintergrund gibt. Für Prof. Dr. Marianne Hirschberg ist die Konsequenz für die Bildungspolitik aus der Inklusion ganz klar die Umsetzung und nicht die Frage “wie viel?”. Des Weiteren konstatiert sie, dass die aktuellen Machtverhältnisse der Inklusion entgegen stehen. Es gibt viele Studien, die belegen, dass Inklusion funktioniert und dass die Angst davor, dass leistungsstarke Schüler_innen, wenn die mit leistungsschwachen Schüler_innen lernen, darunter leiden, nicht gerechtfertigt ist. Es ist wissenschaftlich widerlegt und dennoch ist die Angst vorhanden und wirkmächtig. Für Prof. Dr. Marianne Hirschberg geht es bei Inklusion um einen Systemwechsel. Sylvia Löhrmann hält fest, dass langes gemeinsames Lernen wichtig ist für die Erfolge und Förderung von Kindern und Jugendlichen und dass sich die Schulen öffnen und mit außerschulischen Bildungsangeboten zusammen arbeiten müssen. Ebenso stellte sie fest, dass die regelmäßige und anhaltende Diskussion über die Zugehörigkeit des Islam zu Deutschland exkludierend ist und natürlich Auswirkungen auf (nicht nur) junge Menschen und ihr Selbstbild hat.

Nach der Diskussionsrunde fanden parallel 3 Workshops statt. Ich habe an Workshop 1 – “Alle Mittendrin – Bildungsgerechtigkeit konkret” teilgenommen. Die Hauptakteure des Workshops waren Annedore Dierker (s.o.), Prof. Dr. Kersten Reich – Universität Köln und Sascha Wenzel – Freudenberg Stiftung.

Annedore Dierker verwies darauf, dass es in ihrer Schule individuelle Beratung und Begleitung der Schüler_innen gibt und das ein wesentlicher Baustein zur Bildungsgerechtigkeit ist. Und sie betonte, dass die gymnasiale Stufe für eine Gemeinschaftsschule eine maßgebliche Rolle spielt, denn dadurch haben die Schüler_innen eine konkrete Perspektive und können nicht aufgrund ihrer sozialen Herkunft aussortiert werden. Prof. Dr. Kersten Reich nannte dass peer-to-peer-lernen, Lernlandschaften und ein Selbstlernzentrum, eine “Entschlackung und Aktualisierung des Lernstoffs als wichtige Schritte für mehr Bildungsgerechtigkeit. Er verwies darauf, dass aus der Forschung bekannt ist, dass heterogene Lerngruppen erfolgreicher sind als vermeintlich homogene Lerngruppen und das Inklusion in vielen Fällen an der Haltung der Menschen scheitert. Sascha Wenzel berichtete über seine Erfahrungen in der Entwicklung des Campus Rütli und über die Prozesse in der Schule. Als positiv benannte er, dass es keine Elternabende mehr gibt, sondern in regelmäßigen Abständen individuelle Entwicklungsgespräche gibt. Er setzt sich auch sehr dafür ein, dass die Fragmentierung der Bildung abgebaut wird. Das heißt, dass sich Kitas und Schulen in einem Kiez konzeptionell versuchen sollten anzugleichen und für die Kinder und Jugendlichen “rote Fäden spinnen” sollten. Es gab eine interessante Diskussion darüber, welche Funktion, Rolle und Bedeutung sogenannte Leuchtturmprojekte haben – dies wurde von Sascha Wenzel und Prof. Dr. Kersten Reich kontrovers diskutiert. Unter anderem spielten Punkte wie die Übertragbarkeit, der Transfer an andere Schule eine Rolle und auch die Anerkennung, dass Prozesse in jeder Schule anders ablaufen. Aus der Gruppe der Teilnehmer_innen gab es eine Frage zu der Verknüpfung von Digitalisierung und Inklusion, also inwieweit das Thema Digitalisierung in der Diskussion über Inklusion berücksichtig wird.

Nach einer Kaffeepause fand eine zweite Diskussionsrunde statt. Die Frage war: “Wie können Bildungsinstitutionen gerechter werden und was brauchen sie dafür von der Bundespolitik?”. Die Teilnehmer_innen dieser Diskussionsrunde waren Prof. Dr. Kersten Reich (s.o.), Lisa Reimann – inklusionsfakten.de, Prof. em. Dr. Klaus Klemm – Universität Duisburg-Essen und Özcan Mutlu – Mitglied des Bundestages, Bündnis 90/Die Grünen. Özcan Mutlu verwies darauf, dass die Lehrerinnen-Ausbildung reformiert werden muss, dass sich die Haltung der Menschen/der Lehrer_innen verändern muss, denn Inklusion kann nicht verordnet werden. Des Weiteren warb er dafür, sich für eine Abschaffung des Kooperationsverbotes einzusetzen. Lisa Reimann betonte, dass es darum geht, den Blick auf Diskriminierungen zu richten, sich mit Vorurteilen und Diskriminierung auseinandergesetzt werden muss, dass es diesbezüglich Fortbildungen und Reflexionen geben muss, dass die Schulbücher diesbezüglich überarbeitet werden müssen und dass eine inklusive Haltung entwickelt werden muss. Prof. Dr. Kersten Reich nannte einige Aspekte, wie Bildungsinstitutionen gerechter werden können: kostenfreie und verpflichtende Kita, Ganztag, Schule für alle, TeamTeaching, gezielte Auswahl von Lehrkräften und und auch stärkere Auswahl bei Zulassung zum Lehramtsstudium, Veränderung der Lehrer_innen-Ausbildung, Schulen müssen Verantwortung für sich zurück bekommen (z.B. Budget).

Nach der zweiten Diskussionsrunde fasste Özcan Mutlu die Tagung nochmal kurz zusammen und beendete sie.

Fazit

Das System Schule stand im Fokus dieser Fachtagung. Inklusion war nicht das alleinige Thema. Im Kern ging es um Bildungsgerechtigkeit. Das überschneidet sich aber maßgeblich mit dem Thema Inklusion. Für die Kinder- und Jugendhilfe sind zum einen Überlegungen zu der stärkeren Zusammenarbeit (auch konzeptionell) von Kita und Schule interessant, aber auch die Öffnung von Schule für außerschulische Bildungsangebote. Inklusive Schulen kann es im Prinzip nur geben, wenn der Kiez inklusiv ist, es also auch außerhalb der Schule inklusive Einrichtungen und Angebote gibt. Die Bedeutung der außerschulischen Bildungsarbeit für Schule und Bildung insgesamt wird zukünftig sicherlich zunehmen. Insofern ist es gut, zu wissen, in welche Richtung das System Schule sich entwickelt, was dort gerade diskutiert wird und eine Position der Kinder- und Jugendhilfe in diesem Prozess zu erarbeiten.

Bericht: Inklusion – Prinzip zur Verwirklichung der Menschenrechte

Die Universität Bamberg veranstaltet eine Vortragsreihe zum Thema Inklusion.  Am 18.06.2015 hielt Prof. Dr. Gerd Grampp einen Vortrag mit dem Titel „Inklusion – Prinzip zur Verwirklichung der Menschenrechte“.

Ich habe mir den Vortrag angehört und gebe im Folgenden einige Aspekte des Vortrags wider, die mir besonders wichtig erscheinen. Ich werde die einzelnen Punkte an dieser Stelle nicht diskutieren oder erörtern, ich nenne sie nur. Ich fand den Vortrag sehr anregend und es gibt einige Punkte, über die ich nochmal in Ruhe nachdenken muss. Die von mir genannte Reihenfolge entspricht nicht zwangläufig der Reihenfolge im Vortrag.

Der Vortrag gliederte sich in 2 Abschnitte – Auseinandersetzung mit Begriffen und Inklusion in der Berufsausbildung.

1. Auseinandersetzung mit Begriffen

Die Auseinandersetzung mit Begriffen ist für Prof. Dr. Grampp sehr wichtig und spielt eine entscheidene Rolle in der Beschäftigung mit dem Thema Inklusion. Und nicht nur bei dem Thema. Viele Definitionen zu Inklusion sind sehr schwammig, unklar und widersprüchlich und es geht aus ihnen nicht wirklich hervor, was Inklusion denn nun überhaupt ist. „Wenn wir über Inklusion reden, muss klar sein, was Inklusion ist.“ Ist Inklusion Teilhabe? Was heißt Teilhabe an der Gesellschaft? Was ist Teilhabe und ist sie etwas anderes als Mitwirkung, Mitbestimmung, Teil-sein? Ist Inklusion Beteiligung? Ist Inklusion dabei sein? Ist Inklusion Veränderung der Umwelt? Die Grundlage dieser Fragen und Aspekte bildeten gängige Definitionen von Inklusion. Für Prof. Dr. Grampp ist Inklusion die veränderte Gesellschaft/ veränderte Verhältnisse. Daraus leitet er eine Vision (veränderte Verhältnisse), eine Mission (Verhältnisse ändern) und eine Aktion (Maßnahmen zur Veränderung) ab. Unklar ist für mich an dieser Stelle allerdings geblieben, wie konkret die veränderte Gesellschaft aussieht.

Weiterhin ist es üblich Inklusion als Menschenrecht zu erklären. Prof. Dr. Grampp vertritt die Auffassung, das Inklusion kein Menschenrecht ist. Es gibt kein Recht auf Inklusion. Inklusion ist vielmehr ein Prinzip zur Verwirklichung der Menschenrechte.

Eine weitere Frage ist das Verhältnis von Inklusion zu Integration. Ist Integration out und wurde durch Inklusion abgelöst? Prof. Dr. Grampp plädiert für eine Kooperation von Integration und Inklusion und sieht keinesfalls eine Ablösung von integrativen Ansätzen.

Oft werden Bilder zur Veranschaulichung genommen, um zu erklären, was Inklusion ist. Dabei ist es allerdings wichtig, genau hinzugucken und die Bilder kritisch zu hinterfragen. Was wird dort wie gezeigt? Bilder ersetzen keine Definition. Die Notwendigkeit einer Definition und einer klaren Begriffsbestimmung bleibt bestehen.

Unklare und schwammige Begriffe sorgen für Beliebigkeit. In der offiziellen deutschen Übersetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen gibt es immer wieder falsche und wechselnde Übersetzungen der englischen Wörter „participation“ und „inclusion“.

In Artikel 24 der Konvention heißt es „an inclusive education system“. Es geht also um ein inklusives Bildungssystem und nicht um eine inklusive Schule, wie es häufig formuliert wird.

In Artikel 2 der Konvention geht es um das universelle Design. In der folgenden Erläuterung des Artikels sieht Prof. Dr. Grampp aber nicht nur das universelle Design als Option, sondern auch das spezifische Design und das individuelle Design.

Einen weiteren Widerspruch machte Prof. Dr. Grampp zwischen UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf der einen Seite und auf der anderen Seite dem Sozialrecht aus. In der Konvention ist formuliert, dass Maßnahmen zur Anpassung der Verhältnisse einzuleiten sind. Im Extremfall könnte dies bedeutet, dass es keine Anpassung des Verhaltens einer Person und auch kein Lernen einer Person gibt. Das Sozialrecht formuliert hingegen, dass Leistungen für Maßnahmen zur Anpassung des Verhaltens zu erbringen sind.

2. Inklusion in der Berufsausbildung

Das aktuelle deutsche Gesetz schreibt den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen eine Sonderrolle zu. des Weiteren werden viele Menschen aus der Berufsausbildung ausgeschlossen. Beides widerspricht der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Anschließend stellte Prof. Dr. Grampp verschiedene Widersprüche und Ansätze und Erfordernisse dar. Er fragte, ob es um ein Recht auf Zugang zur Berufsausbildung geht oder um ein Recht auf Berufsausbildung? Darin besteht ein großer Unterschied. Viele inhaltliche Aspekte entnahm er einer Veröffentlichung der Bertelsmann-Stiftung zu dem Thema, welche von Euler und Severing verfasst wurde.

Auch wenn ich aufgrund des Titels andere Inhalte im Vortrag erwartet habe, fand ich den Vortrag sehr anregend und gut. Es sind viele spannende Aspekte benannte worden, über die auf jeden Fall nachgedacht und diskutiert werden muss.

  

 

Veranstaltungsbericht: Inklusion – Eine Zwischenbilanz im europäischen Vergleich.

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Am 04.Mai 2015 fand in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund  in Berlin die Veranstaltung “Inklusion – eine Zwischenbilanz im europäischen Vergleich.” statt. Dabei ging es zum Einen um das Ziehen einer Zwischenbilanz der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und von Inklusion in Nordrhein-Westfalen. Zum Anderen stand die Vorstellung von Praxisbeispielen aus Schweden, Österreich und der Schweiz im Zentrum der Veranstaltung.

Im Folgenden gebe ich eine kurze Zusammenfassung der Veranstaltung aus meiner Perspektive mit den für mich wichtigen inhaltlichen Punkten. Ich beanspruche also keine Vollständigkeit bei Widergabe der Inhalte. Andere Personen haben sicherlich andere inhaltliche Punkte mitgenommen.

Den ersten Vortrag des Abends hielt Guntram Schneider (Minister für Arbeit, Integration und Soziales von Nordrhein-Westfalen). Das Thema war “NRW – auf dem Weg zur Inklusion”.

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Guntram Schneider verwies darauf, dass Nordrhein-Westfalen (NRW) im Vergleich zu anderen Bundesländern Einiges in Bezug auf Inklusion vorweisen kann. Als Beispiele dafür nannte er Inklusionsbeirat in NRW, den Aktionsplan für NRW, die Internetplattform NRW informierBar, die Handreichung “Inklusive Gemeinwesen Planen” – ein Hilfsmittel für Kommunen, sowie das NRW Inklusionskataster. Ebenso erwähnte er die Maßnahmen zum selbstständigen Wohnen, die schon sehr weit fortgeschritten sind und als Ziele ein Inklusionsstärkungsgesetz, welches konkrete Verbesserungen bringen soll und er hob die Teilhabe an der Erwerbsarbeit als wichtigen Schritt in der Zukunft hervor. Guntram Schneider formulierte sehr deutlich, dass Menschen mit Behinderungen von Objekten zu Subjekten werden müssen. Für die Bundesebene ist die Diskussion über das Bundesteilhabegesetz vorgesehen, das z.B. die Eingliederungshilfe reformieren soll. Für Guntram Schneider können Menschen mit Behinderungen einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel in Deutschland leisten. Mir stellte sich an dieser Stelle die Frage, inwieweit Inklusion aus Menschenrechtsgründen oder aus rein ökonomischen Gründen umgesetzt wird. Also was ist die Motivation der (Landes-)Regierung zur Umsetzung von Inklusion?

Der zweite Vortrag mit dem Titel “Die Umsetzung der UN-BRK in Deutschland – Chancen, Herausforderungen und Perspektiven” wurde von Joachim Busch (Mitglied im Bundesvorstand der Bundesvereinigung Lebenshilfe) und Ulla Schmidt (Mitglied des Bundestags, Vizepräsidentin des Bundestags und Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe) gehalten.

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Joachim Busch machte deutlich, dass die große Chance der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen darin liegt, dass sie eine Selbstverpflichtung der unterzeichnenden Staaten ist und somit keinem äußeren Zwang entspringt. Wichtig bei der UN-Konvention ist der Perspektivwechsel, der den Fokus der Betrachtung auf die Gesellschaft richtet, weg vom einzelnen Menschen. Auch wenn NRW schon viele Schritte gegangen ist, darf es dennoch kein Ausruhen auf dem heutigen Stand geben und Sparen darf nicht zum Grund für die Umsetzung der Konvention und von Inklusion werden. Ulla Schmidt betonte, dass das Wahlrecht in Deutschland für alle volljährigen Menschen notwendig ist und Menschen mit Behinderungen davon nicht ausgeschlossen werden dürfen. Sie sieht die Gefahr einer 2-Klassen-Inklusion, bei der Menschen mit sogenannten geistigen Behinderungen aus der Betrachtung rausfallen. Ein Ziel von Inklusion soll es sein, dass das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen verwirklicht ist. Ebenso machte Ulla Schmidt deutlich, dass der Abbau von Barrieren aller Art unsere Gesellschaft weiter nach vorne bringt.

Im Anschluss folgte eine kurze Diskussion. Ein Aspekt war, dass der Bereich Freizeit ein gutes Feld für Einstellungs- und Haltungsänderungen in der Gesellschaft ist und der Freizeitbereich positive Auswirkungen auch auf andere Bereiche wie bspw. Arbeit hat und somit in der Inklusionsdebatte auch angemessen Beachtung finden muss.

Danach folgten drei europäische Praxisbeispiele.

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Franz Wolfmayr (Chance B, Österreich) präsentierte die Umsetzung von Inklusion in der Oststeiermark unter dem Titel “Inklusion und Regionalentwicklung – soziale Dienstleistungen machen eine Region lebenswerter.” Franz Wolfmayr betonte die Wichtigkeit regionaler Netze für die Umsetzung der Inklusion und forderte, dass sich die Behindertenorganisationen fundamental ändern müssen – sie müssen dort aktiv sein, wo die Bedarfe sind. Als Beispiel für eine inklusive Regionalentwicklung stellte er die “Chance B – Gruppe” vor. Franz Wolfmayr ist auch in der European Association of Service Providers for Persons with Disabilities (EASPD) aktiv.

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Danach referierte Mark Zumbühl (Pro Infirmis, Schweiz) zum Thema “Der andere Blick auf Behinderung – Inklusion in Bildern.” Dabei zeigte er Bilder aus der Vergangenheit von Pro Infirmis und verdeutlichte damit die Bilder von/auf Menschen mit Behinderungen zu verschiedenen Zeiten. Des Weiteren zeigte Mark Zumbühl zwei Videos (Video 1, Video 2) von aktuelleren Kampagnen.

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Der letzte Vortag der Veranstaltung kam von Jahja Zeqiraj und Christina Eide (Schweden) zum Thema “Göteborg – Eine Stadt auf dem Weg zur Barrierefreiheit”. Dabei erläuterten sie die diversen Schritte, die die Stadt Göteborg zur Barrierefreiheit  auf verschiedenen Ebenen unternommen hat.

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Zum Abschluss gab es einen kabarettistischen Auftritt von Martin Fromme. Das kurze Programm war ein interessanter Mix aus Liveperformance und Videovorführung. Hier ein Film, den er während seines Auftritts zeigte.

Die Veranstaltung ermöglichte einen guten Einblick in die politische Ebene der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und zur Umsetzung von Inklusion.

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„Inklusion ist das Ziel, Begegnung der Weg.“*

Am 05. März fand in Frankfurt am Main die Fachtagung zu Vielfalt, Verschiedenheit und Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit „ALLE(S) DRIN!“ statt. (http://www.boell-hessen.de/alles-drin/)

Auf dem Programm standen neben einem Impulsvortrag, 2 Workshopblöcke und ein Expert_innen-Gespräch. Natürlich gab es zwischendurch genügend Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

Im Folgenden berichte ich von den einzelnen Programmpunkten der Tagung. Das Berichtete stellt nur einen Teil des Tatsächlichen dar, nämlich dass, was ich interessant und wichtig fand und was ich verstanden habe und demzufolge beansprucht dieser Bericht keine Vollständigkeit.

 

1. Impulsvortrag

Impulsvortrag

Den Impulsvortrag zum Einstieg in die Tagung hielt Prof. Dr. Clemens Dannenbeck von der Hochschule Landshut. (https://www.haw-landshut.de/die-hochschule/fakultaeten/soziale-arbeit/prof-dr-clemens-dannenbeck/startseite.html)

In seinem Vortrag mit dem Titel „Lernziel Inklusion?! Vom falschen Umgang mit dem Richtigen“ ging Prof. Dr. Dannenbeck auf den aktuellen Diskurs über Inklusion ein.

Anhand eines Beispiels machte er eingangs deutlich, wie absurd manche Elemente der Debatte seien: Er erläuterte im Plenum des Fachtages, dass er nur für Personen ausgebildet sei, die eine Hochschulzugangsberechtigung haben. Für alle anderen sei er nicht qualifiziert. Deshalb müsse er diese bitten den Raum nun zu verlassen und in einen Nebenraum zu gehen. Dort würden sie dann einen Vortrag in einer für sie angemessen Weise und in einer für sie angemessen Sprache hören.

Durch dieses Beispiel wurde die absurde Logik der Abwehr von bspw. Inklusion in der Schule am eigenen Körper erfahrbar. Die Absurdität dieses Vorschlags brachte einige im Plenum zum Lachen, veranschaulichte aber diese Argumentation sehr deutlich.

Anschließend nahm Prof. Dr. Dannenbeck Bezug auf die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) und verwies darauf dass es sich dabei um ein Menschenrechtsdokument handele, dass keine zusätzlichen Rechte für eine spezielle Gruppe formuliere, sondern die Menschenrechte für diese Gruppe bekräftige. Aus diesem Grund sei Inklusion auch nicht teilbar, also nur für einzelne Gruppe oder in einzelnen Phasen zu realisieren. Inklusion sei ein Menschenrecht.

Bei der Inklusion gehe es nicht darum, dass die Integrationsquoten gesteigert würden. Die Steigerung der Integrationsquoten seinen zwar zu begrüßen, seien aber Integration und keine Inklusion. Inklusion hinterfrage gesellschaftliche Bedingungen und es sei eine Qualität eines Systems und keine Eigenschaft einer Person.

Ebenso machte Prof. Dr. Dannenbeck deutlich, dass die Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt ein diskriminierendes Moment beinhalte. Denn Vielfalt zu identifizieren und zu benennen setze ein Machtgefälle voraus – wer erkennt und benennt die Differenzen und wer legt fest, was Differenzen sind? In diesem Zuge zitierte er auch eine Teilnehmerin einer anderen Fachtagung zum Thema Inklusion, die sinngemäß gesagt habe, dass Inklusion die Verhinderung von Diskriminierung und nicht die Anerkennung von Vielfalt sei.

Zum Abschluss seines Vortrags verwies Prof. Dr. Dannenbeck auf die Konstruktion „alle Menschen“ und fragte, welche Menschen sich jenseits dieses „alle“ befänden und dabei nicht mitgedacht würden.

 

2. Workshopblock am Vormittag

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Am Vormittag nahm ich an dem Workshop „Social Justice und Diversity – ein gerechtigkeitstheoretischer und reflexiver Ansatz zur Gestaltung von Vielfalt“ teil. Den Workshop leiteten Heike Beck und Steffi Valter. (https://www.frankfurt-university.de/fachbereiche/fb4/kontakt/professorinnen/heike_beck.html)

In dem Workshop wurden einige Elemente und Grundzüge des Social Justice Ansatzes dar- und einige Übungen vorgestellt.

Der Ansatz komme aus den USA und sei durch Leah Carola Czollek, Gudrun Perko und Heike Weinbach in Deutschland bekannt gemacht und weiterentwickelt worden.

Grundlagen des Social Justice Ansatzes seien z.B. die Pädagogik der Unterdrückten, humanistische Theorien und dekonstruktivistische Theorien. Es gehe bei dem Ansatz um eine „wahre“ Anerkennung von Vielfalt, um die Stärkung von Ressourcen, den Abbau von Diskriminierung, Verteilungsgerechtigkeit, Anerkennungsgerechtigkeit und Partizipation. Zentral sei die Auseinandersetzung mit den eigenen Vorurteilen und die Beschäftigung mit „struktureller Diskriminerung“. Strukturelle Diskriminierung habe drei Ebenen – die individuelle, die institutionelle und die kulturelle Ebene. Ein wichtiger Schritt nach diesem Ansatz sei die Beschäftigung mit den eigenen Gruppenzugehörigkeiten, dabei helfe die Methode des „Gruppenzugehörigkeitsprofil“. Erwähnt wurde auch der Sozialisationszirkel, der verdeutliche, an welchen Stellen in der Sozialisation Handlungsmöglichkeiten gegen strukturelle Diskriminierung bestünden.

Wir haben eine Übung aus dem Social Justice Ansatz praktisch angewandt – eine Übung zu Stereotypen. Normalerweise würden Stereotype zu einem Thema gesammelt, eins herausgesucht und anschließend teile sich die Gruppe in Kleingruppen und überlege, wie dieses Stereotyp auf der individuellen, auf der strukturellen und auf der kulturellen Ebene hergestellt wird. Wir haben den Schritt der Stereotypen-Sammlung übersprungen. Uns wurde ein Stereotyp vorgegeben.

Hier sind die Handouts vom Workshop:

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Materialien und Informationen zum Social Justice Ansatz gibt es auf der Seite www.social-justice.eu

 

3. Workshopblock am Nachmittag

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Am Nachmittag nahm ich am Workshop „Netzwerk Inklusive Praxis in der Kinder- und Jugendarbeit“ teil. Der Workshop wurde von Roland Sautner und Marlies Denter geleitet. In dem Workshop wurden das Netzwerk, seine Arbeitsinhalte, das Inklusionsverständnis und Projekte des Netzwerkes vorgestellt. Es handele sich bei dem Netzwerk Inklusive Praxis um ein offenes Netzwerk an dem sich interessierte Personen, Einrichtungen und Träger beteiligen können. In dem Netzwerk gehe es um den Erfahrungsaustausch, Informationsaustausch, um die Planung und Durchführung von Angeboten und Projekte, um Fortbildungen, Fachveranstaltungen und fachpolitische Forderungen. Der inhaltliche Schwerpunkt liege zwar schon auf Menschen mit Behinderungen, es würde aber auch zu anderen Themen, wie bspw. Sexualität, Geschlecht, Kultur, Antisemitismus und Rassismus gearbeitet.

Anschließend wurde ein Film über vergangene Projekte des Netzwerkes gezeigt, von aktuellen Projekten berichtet und abschließend haben wir Bedingungen für das Gelingen von Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit gesammelt.

Mehr Informationen zu dem Netzwerk gibt es unter http://www.inklusion-ffm.info/index.php/start.html

 

4. Expert_innen-Gespräch

Expertengespräch

Zum Abschluss des Fachtages fand ein Expert_innen-Gespräch mit dem Titel „Inklusion konkret!“ statt. Als Expert_innen aus Politik, Verwaltung und Praxis waren geladen:

– Christa Schmidt, Geschäftsführung Behindertenbeirat München (http://www.behindertenbeirat-muenchen.de)

– Dr. Gunda Voigts, Uni Kassel

– Dr. Dorothea Terpitz, 1. Vorsitzende von Gemeinsam leben Hessen e.V. (http://www.gemeinsamleben-hessen.de)

– Christian Telschow, Evangelische Jugend Frankfurt am Main, Arbeitsbereich Offene Kinder- und Jugendarbeit (http://www.ejuf.de)

Nach kurzen Statements der Expert_innen konnten die Fachtagungsteilnehmer_innen Fragen stellen oder mit eigenen Redebeiträgen die Diskussion bereichern.

Aus dem Gespräch habe ich die folgenden vier Punkte für mich mitgenommen:

– inklusive Kinder- und Jugendarbeit ist nur möglich, wenn Schule inklusiv ist

– wir müssen mehr auf die Gemeinsamkeiten von Kindern und Jugendlichen sehen, die sie in ihrer Entwicklung und in den dazugehörigen Themen haben, als auf die Differenzen (bspw. Behinderung und keine Behinderung)

– Inklusion ist nicht in erster Linie eine Frage der Ressourcen. Vieles ist auch mit den gegebenen Mitteln möglich und machbar.

– es sieht derzeit danach aus, als wenn die sogenannte „Große Lösung“ noch in dieser Legislaturperiode der Bundesregierung durchgesetzt wird

 

Zum Abschluss der Fachtagung wurde ein kurzer Film gezeigt, der während der Fachtagung über die Fachtagung gedreht wurde.

 

5. Hier noch einige weiterführende Links mit Material und Informationen zum Thema

www.netzwerk-inklusion-deutschland.de

http://www.bundesjugendkuratorium.de/pdf/2010-2013/Stellungnahme_Inklusion_61212.pdf

http://www.muenchen-wird-inklusiv.de/wp-content/uploads/2014-02_aktionsplan-unbrk_muenchen_korr2.pdf

 

*Das Zitat stammt aus der Begrüßungsrede von Roland Sautner zu Beginn der Fachtagung.