Philosophieren mit Kindern als Teil einer inklusiven Didaktik

Foto-Philo mit Kindern

Im Beltz Verlag sind von Kristina Calvert “48 Bildkarten zum Philosophieren mit Kindern” erschienen.

In der Box befinden sich 48 Bildkarten und ein Booklet, was zum Einen eine kurze Einführung in das Philosophieren mit Kindern einführt, als auch Ideen gibt, wie mit den Bildkarten gearbeitet werden kann.

Die Karten sind, laut Angabe, für Kinder und Jugendliche im Alter von 5-18 Jahren geeignet.

“Das Kreative Philosophieren mit Kindern ist ein didaktisch strukturierter Denkraum, in dem Kinder zuerst einmal lernen, dass sie selber denken können und dass dies gemeinsam mit anderen Kindern Spaß macht” (S. 7).

Die Bildkarten können den Fragebereichen der Philosophie zugeordnet werden: Erkenntnislehre (Was kann ich wissen), Ethik (Was soll ich tun?), Metaphysik (Was darf ich hoffen?) und Philosophische Anthropologie (Was ist der Mensch?) (vgl. ebd.).

Anschließend wird im Booklet genauer auf die einzelnen Fragebereiche eingegangen und die dazugehörigen Bildkarten werden aufgeführt.

Danach gibt es eine Einführung zum Kreativen Philosophieren, auch in Abgrenzung zur Philosophie für Kinder.

Die Grundlage des Kreativen Philosophierens ist das Sortieren und Ordnen, welches in diesem Fall anhand und mithilfe der Bildkarten geschieht. Dazu werden in dem Booklet einige Anregungen und ein praktisches Beispiel aus einer Gruppe aufgeführt.

Darüber hinaus bieten die Karten die Möglichkeit sich auf vielseitige Weise den Themen zu nähern, darüber zu philosophieren und ins Gespräch zu kommen. Auch dazu gibt es in dem Booklet einige Anregungen und Ideen.

Der Vorteil des Philosophierens anhand der Karten auf Grundlage des Sortierens und Ordnens ist es, dass jedes Kind einbezogen wird, anknüpfen und etwas beitragen kann. “Durch das Ordnen wird das individuelle Vorwissen aktiviert und an die vorhandenen Konzepte der Kinder geknüpft” (S. 40).

Fazit

In der Box befinden sich 48 anregende und interessante Bildkarten, die mich sofort zum Nachdenken bringen. Ich kann mir einen Einsatz der Bildkarten auch außerhalb von schulischem Lernen oder Kita vorstellen, z.B. im Rahmen der schulbezogenen Arbeit und auch in anderen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe – z.B als Gesprächsanregungen in der Offenen Arbeit. Das Booklet gibt einen guten Einstieg in das Thema und einige Anregungen und Ideen zu der Arbeit mit den Bildkarten. Obwohl die konkrete Arbeit mit den Karten gut und genau beschrieben wird, kann ich mir die praktische Umsetzung noch nicht ganz vorstellen. Ich bin gespannt, wie die Karten bei den Kindern ankommen und wie sich die tatsächliche Arbeit damit gestaltet.

Wer hat schon praktische Erfahrungen in der Arbeit mit diesen Karten gesammelt? Welche Rückmeldungen und Empfehlungen können Sie geben? Was ist in der Arbeit mit den Karten zu beachten, zu bedenken und zu berücksichtigen?

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Bildkarten.

Produktinformation:

Kristina Beltz: “48 Bildkarten zum Philosophieren mit Kindern”, Beltz, Weinheim und Basel, 2015

ISBN: 978-3-407-62933-3

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