Positionspapiere und Leitlinien zum Thema Inklusion, die trotz ihres Alters nicht an Aktualität verloren haben – Teil I

Zum Thema Inklusion gibt es eine ganze Menge Dokumente, Handreichungen, Informationen. Vor kurzem bin ich auf einige Dokumente gestoßen, die zwar schon etwas älter sind, aber trotzdem auch heute noch von Bedeutung sind. In dieser kleinen Reihe möchte ich diese kurz vorstellen.

TEIL I – Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter “Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit. Orientierungen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention”

Schon im Jahr 2012 hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter ein Dokument mit dem Titel “Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit. Orientierungen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention” verabschiedet und veröffentlicht.

Neben der Beschreibung von “Inklusion als gesellschaftliche Aufgabe” (S.3), in der die Bundesarbeitsgemeinschaft deutlich formuliert “Alle öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe tragen die Verantwortung, dass die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden” (ebd.), werden “Potentiale der Kinder- und Jugendarbeit” (S.4) aufgeführt.

“Kinder- und Jugendarbeit ist […] ein wichtiger Akteur, wenn es um inklusive Bildung geht” (ebd.). Denn “Kinder- und Jugendarbeit kann von ihrer Grundausrichtung her in besonderer Weise den Einzelnen dabei unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, die Einbeziehung in die Gemeinschaft zu fördern beziehungsweise am kulturellen Leben sowie an Spiel-, Erholungs-, Freizeit und Sportaktivitäten teilzuhaben” (ebd.). In diesen Punkten stimmen das Kinder- und Jugendhilfegesetzt und die UN-Konvention überein (vgl. ebd.). Ebenso hat die Kinder- und Jugendarbeit viele Erfahrungen in der integrativen Arbeit gesammelt (vgl. ebd.).

Anschließend werden einige “Schritte[…] auf dem Weg zur Selbstverständlichkeit” (S.5)  genannt. “Bei der Konkretisierung der Schritte hin zu einer inklusiv ausgerichteten Kinder- und Jugendarbeit richtet sich der Fokus auf vier verschiedene Akteure und Handlungsebenen:

– die Kinder und Jugendlichen

– die Fachkräfte und Ehrenamtlichen

– die Organisationsstrukturen der Kinder- und Jugendarbeit

– die kommunale Planung und Steuerung” (ebd.)

Nachfolgend werden die 4 einzelnen Ebenen etwas genauer betrachtet und konkrete Maßnahmen benannt.

Das Dokument endet mit dem Satz “Wichtig ist es, mit kleinen Aktivitäten und Maßnahmen zu beginnen und nicht auf den Zeitpunkt umfassender Konzepte und Finanzierungen zu warten” (S.7).

Schreibe einen Kommentar